Historie

Dezember 1991: Die Gerontologin Dr. Xenia Vosen-Pütz erwirbt auf der Suche nach einem Objekt für ein Kurzzeitpflegeheim das Hotel „Ipf-Hof“ (ehemals „Hotel Steimle“) in Bopfingen. Zu dieser Zeit gab es noch keine Pflegeversicherung. Viele pflegende Angehörige hatten keinerlei Unterstützung, wenn sie selbst krank wurden oder einmal in Urlaub fahren wollten.

April 1992: Nach erfolgter Renovierung Eröffnung als Kurzzeit-Pflegeheim. Mit rund 40 Plätzen eines der größten in Deutschland. Der Hotel-Charakter gefällt den Gästen; „Ich gehe nie in ein Pflegeheim, aber hier würde ich für immer bleiben!“ Übrigens:. Die Krankenkassen zahlten einen Zuschuss von 1.800 DM im Jahr bei „Schwerstpflegebedürftigkeit“. Aber nur wenige wussten davon, und andere Familien weigerten sich, diesen Zuschuss in Anspruch zu nehmen. Der Begriff „Schwerpflegebedürftigkeit“ war nicht festgelegt. Da es noch kaum Rehabilitations-Kliniken gab, häuften sich die Anfragen von Krankenhäusern, deren Schlaganfall-Patienten die Zeit bis zur Aufnahme in einer Reha-Klinik überbrücken mußten.

Sommer 1993: Abschluss eines Vertrages über Krankenhaus-Nachsorge. Damit müssen obige Patienten die Kosten nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen.

Oktober 1993: Erste Freizeiten für Ehepaare, bei denen ein Partner an der Alzheimerschen Krankheit leidet. Beide Partner leben für ein bis zwei Wochen im Ipf-Hof. Tagsüber werden die erkrankten Partner betreut, die pflegenden Partner nehmen an einem Seminar oder Ausflügen teil. Bis 1995 werden fast 100 Paare betreut.

1995: Erste Stufe der Pflegeversicherung (ambulant): Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf Kurzzeit-Pflege. Was im Prinzip eine gute Sache ist, erweist sich für die Pflegeheime als Problem. Die Pflegesätze können nicht mehr kaufmännisch kalkuliert werden, sondern werden mit den Kostenträgern ausgehandelt. Dabei wird von einer jährlichen Auslastung von 95 % ausgegangen, ähnlich wie in der Dauerpflege. Für ein reines Kurzzeit-Pflegeheim undenkbar: Ähnlich wie im Hotelbereich gilt hier schon eine Auslastung von 60 % als „gut“.

1996: Umwandlung in ein Dauerpflegeheim mit 22 Plätzen und nur noch 7 Kurzzeit-Pflegeplätzen. Einiges wird organisatorisch leichter; andererseits wird es auch ruhiger und die Vielfalt der Gäste fehlt. Immerhin hatten wir in den ersten vier Jahren über tausend Gäste gepflegt, waren mit ihren Krankheits- und Lebensgeschichten konfrontiert.

1999/2000: Anbau mit sechs neuen Pflegeplätzen und einem neuen Treppenhaus mit Aufzug im  Eingangsbereich.

2002: Jubiläum „10 Jahre Ipf-Hof“. Wolfgang Wagner, Dipl. Soz.-Päd. und schon seit 1993 in der Einrichtung tätig, wird 2003 Heimleiter beider Häuser.

2011/2012: Anbau mit 10 neuen Einzelzimmern im Bereich der früheren Garagen.

2012: Jubiläum „20 Jahre Ipf-Hof“ und Einweihung des Neubaus

2014: Sanierung des Hof- und Parkplatzbereichs

Und sonst:

1997: Übernahme der Seniorenwohnanlage „Am Stadtgraben“ in Bopfingen in Ergänzung zur vollstationären Arbeit.

Mai bis August 2000: Erwerb, Umbau und Eröffnung des „Ketteler-Hauses“ in Crailsheim-Altenmünster. Gründung der Familien-GmbH „Pflegegruppe Dres. Pütz GmbH“, die die Trägerschaft beider Einrichtungen übernimmt. Frau Dr. Vosen-Pütz wird geschäftsführende Gesellschafterin.

2009/2010: Übernahme des Seniorenstifts St. Michael in Neu-Ulm als Betreiber, Gründung der Seniorenstift St. Michael-Betriebs-GmbH.

August 2014: Übergabe der Geschäftsführung an die nächste Generation. Dr. Xenia Vosen-Pütz geht in den Ruhestand, Jan-Marius Neersö M.A. übernimmt die Geschäftsführung.